Bist du ein Grübel-Spezialist – 3 Tipps, wie du das Grübeln sofort stoppen kannst!

Upset student sitting on floor of hallway against lockers

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Kennst du das auch?

Als introvertierter/zurückhaltender Mensch kennst du das bestimmt: Du verbringst sehr gerne Zeit mit dir alleine, um deine Akkus wieder aufzuladen und denkst über so vieles nach. Was ja auch gut ist – sich Gedanken über gewisse Dinge zu machen und sie zu ordnen.

Und dann … du merkst es kaum …

… schleichen sich irgendwelche negativen Gedanken in dein Gehirn und schon geht´s los …

Du merkst gar nicht, dass aus deinem Nachdenken plötzlich Grübeln wird. Das Problem oder Thema wird immer größer und größer und hat schon bald einen riesigen Raum in dir eingenommen. Und es fängt an, sich im Kreis zu drehen.

Die negative Gedankenspirale dreht sich langsam aber sicher immer weiter nach unten. Du kannst so gut wie an nichts anderes mehr denken.

Dir geht es immer schlechter, bist du dich so richtig sch … fühlst.

Möglicherweise fühlst du dich hilflos, verärgert, bekommst Schuldgefühle, machst dir selbst Angst und was weiß ich nicht noch alles …

Lösungen zu finden, ist in diesem Zustand fast unmöglich.

Durch das Abrutschen in die „Problemtrance“ (so nennt man die negative Gedankenspirale) ist es kaum möglich, eine Lösung zu finden. Es ist, wie wenn du in einen Tunnel blickst und all die anderen positiven Dinge in dem Moment nicht mehr wahrnehmen kannst.

Hast du das gewusst …?

Weißt du eigentlich, was dann mit deinem Körper passiert?

Deine Physiologie verändert sich: Deine Atmung verändert sich – sie wird oberflächlich, deine Haltung wird schlaffer, da sich die Muskelspannung verändert und dein Gesichtsausdruck verändert sich auch. Die komplette Körper-Physiologie reagiert auf deine Gedanken und Emotionen.

Probier es doch einfach mal aus:

Stelle dir eine unangenehme Situation vor. Eine Situation, wo du dich echt mies gefühlt hast.

Wo du vielleicht Angst hattest, Scham, Schuldgefühle etc. Welche Bilder hast du im Kopf? Welche Stimmen oder Geräusche? Und wie hast du dich gefühlt – was war da genau?

Gib dich voll in die Situation hinein. Nimm wahr, wie du dich jetzt fühlst, wie dein Atem sich verändert und deine Haltung.

Das Gehirn unterscheidet nicht, ob du die Situation real erlebst oder sie dir nur vorstellst. Die Auswirkungen auf deine Physiologie sind die gleichen.

Was ist Physiologie?

Hier eine Mini-Beschreibung aus Wikipedia, was Physiologie ist:

„Die Physiologie ist als Teilgebiet der Biologie die Lehre von den physikalischen und biochemischen Vorgängen in den Zellen, Geweben und Organen aller Lebewesen.“

Und wie kann man jetzt das Grübeln und die negative Gedankenspirale stoppen?

Jetzt, wo du das weißt, wäre es doch sinnvoll, etwas an der Hand zu haben, um die negative Gedankenspirale zu stoppen. Meinst du nicht auch?

Und ich sag dir etwas: Du hast es selbst in der Hand, ob du dich weiter so hundeelend fühlen möchtest oder nicht. Ja, richtig, du hast das Zepter in der Hand!

Ach, was soll das Ganze überhaupt?

Wenn du jetzt zu den Leuten gehörst, die vielleicht sagen: “Wenn ich mich besch … fühle, dann ist das eben so“, dann brauchst du auch nicht weiterzulesen.

Bist du ein echter Grübel-Spezialist? 

Wenn du daran etwas ändern möchtest, also wenn du selbst bestimmen willst, ob du noch weiter abrutschst in die Negativ-Spirale oder nicht, dann probier doch mal einen oder alle nachfolgenden Tipps aus.

Der erste Schritt ist immer, dir bewusst zu machen, dass du gerade voll dabei bist, zu grübeln und dich schlecht zu fühlen.

1. Tipp

Mach einen Gedanken-STOPP mit einer Handbewegung und spring auf, renne schnell ans Fenster oder mach irgendetwas Außergewöhnliches oder Überraschendes – egal, was es ist, Hauptsache, du unterbrichst den Gedankenschwall und distanzierst dich davon.

Dein Gehirn wird etwas verwirrt sein, aber du hast das Karussell erfolgreich gestoppt.

Wie fühlst du dich jetzt?

2. Tipp 

Mach deine Lieblingsmusik an und fange an zu tanzen. So bringst du dich in einen anderen, angenehmeren Zustand. (Geht auch ohne Tanzen.)

Wie fühlst du dich, nachdem du deine Lieblingsmusik angehört hast? Besser?

Na, hoffentlich!

3. Tipp

Butterfly-Technik! Und die geht so:

1. Schritt

Denk an das unangenehmste Bild, Erlebnis oder Geräusch/Stimme aus der unangenehmen Situation.

2. Schritt

Hör in dich hinein, wo du das unangenehmste Gefühl wahrnimmst. Etwa so, wie der berühmte Kloß im Hals, der Druck im Magen, die Last auf deinen Schultern etc.

3. Schritt

Versuche herauszufinden, welche Emotion das ist – ist es vielleicht Angst, Ekel, Scham, Hilflosigkeit, Pein oder ähnliches?

4. Schritt

Denke jetzt an das unangenehme Gefühl in deinem Körper (Körperecho) und überkreuze deine Arme vor der Brust und tippe abwechselnd mit der rechten Hand auf deine linke Schulter und mit der linken Hand auf deine rechte Schulter in deinem Rhythmus.

Rechts, links, rechts, links, rechts, links.

Wichtig ist, dass du so lange tippst, bis sich das unangenehme Gefühl (Kloß, Druck etc.) aufgelöst hat. Das kann sehr schnell gehen oder auch ein paar Minuten länger dauern.

5Schritt

Überprüfe, ob du noch irgendwo Restempfindungen von dem unangenehmen Gefühl in deinem Körper wahrnimmst.

Wenn ja, dann weiter tippen. So lange, bis dich der Gedanke an das Thema nicht mehr stresst.

Dies ist überhaupt eines der besten Selbstcoaching-Tools, das ich kenne. Es stammt aus der Kinesiologie. Du kannst dieses Tool im Liegen, im Sitzen oder Stehen anwenden.

Auch im normalen Alltagsstress kannst du es anwenden. Wenn du dich z. B. im Büro geärgert hast, gerade großen Stress empfindest, ein Konflikt mit einem Kollegen oder einer Kollegin dich gerade aus der Bahn schmeißt.

Es ist ziemlich einfach und ziemlich wirksam!

Probiere es einfach aus. Ich freue mich, wenn du deine Erfahrungen im Kommentarfeld unter diesem Blogartikel mitteilst.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Anwenden und neue Erkenntnisse.

Herzlichst,

Erika

P. S. Du willst mehr Tipps, Tricks und Inspirationen von mir? Dann trage dich unter diesem Blogartikel für meinen Inspirations-Letter ein. Und du bekommst in regelmäßigen Abständen eine E–Mail mit wertvollem Inhalt von mir. 

P. P. S. Du möchtest dein Potenzial auf die Straße bringen? Und du weißt gar nicht, welches Potenzial überhaupt in dir steckt? Dann wird es höchste Zeit, es herauszufinden und dein Licht zum Leuchten zu bringen. Oder möchtest du weiterhin unter deinen Möglichkeiten leben und arbeiten? 

Gerne unterstütze ich dich. Melde dich einfach per E–Mail unter info@Erika–Balogh.de.

1 Comment. Leave new

Hallo Erika,

danke für den prima Blog-Post!

Ja, so ist es: In unserem Kopf fängt das Übel des Grübelns an… weil wir uns Sorgen machen… und genau unser Kopf kann uns auch von genau diesem Übel erlösen!

Ich gehe dann meist nach „Tipp1“ vor. Am liebsten konzentriere ich mich dann auf etwas schönes, was ich in der Natur „entdecke“. Das können dann die filigranen Blätter an Nachbars Baum sein; egal was… schnell komme ich dann auf andere Gedanken und kann den Teufelskreis durchbrechen.

Was auch hilft: Die Erkenntnis das ca. 95% unserer Sorgen überhaupt nicht eintreffen… oder zumindest nicht im entferntesten so schlimm… habe ich mal beim Florian Langenscheidt zum Thema „Glück/Glücksfindung“ gehört… und kann das mittlerweile aus eigenen Beobachtungen bestätigen.

Frei nach dem Motto: Sorge Dich nicht… sondern Lebe!

Liebe Grüße… Jörg

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