Sagst du öfters „Ja“, obwohl du „Nein“ meinst? – 6 Tipps zum „Nein sagen“

Fotoquelle: https://depositphotos.com

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Kennst du das auch?

Du wirst um Hilfe gebeten. Und ehe du dich versiehst, hast du schon „Ja“ gesagt, obwohl du eigentlich lieber „Nein“ gesagt hättest.

Oder jemand möchte sich mit dir verabreden, aber du brauchst jetzt mal Zeit für dich. Und schon ist ein „Ja“ raus. Statt dich lieber auf dem Sofa auszuruhen, hast du jetzt die Verabredung an der Backe, die du eigentlich gar nicht wolltest.

Am Ende ärgerst du dich nur über dich selbst und putzt dich deshalb runter. Oder wenn du eine Verabredung doch nicht angenommen hast, dann beginnen die negativen Selbstgespräche: „Vielleicht hätte ich doch …? Vielleicht würde es ja ein toller Abend werden …? Wie oft hatte ich keine Lust und dann wurde es doch gut …“, usw.

Lass dir gesagt sein: Damit bist du nicht allein. Den Meisten von uns geht es nicht anders.

Das Problem ist, je öfter du „Ja“ sagst, obwohl du lieber „Nein“ gesagt hättest, fängst du an, dich zu verbiegen. Also gegen den Strich zu handeln. Und dass dir das auf die Dauer nicht guttut, kannst du dir ja denken. Du verlernst, für dich selbst einzustehen.

Wichtig ist, dass du zu deinen Entscheidungen stehst.

Und das hier sind einige der meisten Gründe, warum du „Ja“ sagst, obwohl du lieber „Nein“ sagen würdest:

  • Angst vor Ablehnung
  • Was andere über dich denken könnten, wenn du „Nein“ sagst
  • Katastrophendenken wie z. B.: Wenn ich jetzt keine Überstunden mache, geht das Projekt baden …
  • Angst, etwas oder jemanden zu verpassen. z. B. bei Verabredungen
  • Du fühlst dich gut, wenn du gebraucht wirst
  • Ich konnte nicht anders
  • Du willst kein Spielverderber sein
  • Du hast Angst, dass du für egoistisch gehalten wirst

Jetzt weißt du, warum du manchmal oder öfter „Ja“ sagst, statt „Nein“.

Wenn du das nächste Mal wieder „Ja“ sagst, dann kannst du ja die Liste der Gründe durchgehen, ob da der Grund für dein „Ja sagen“ vorliegt. Wenn Du weißt, warum du wieder so gehandelt hast, dann bist du schon mal ein Stückchen weiter. Und das ist doch schon mal etwas, oder?

Möchtest du in Zukunft öfter mal „Nein“ sagen? (Natürlich nur, wenn du es auch so meinst)

Dann habe ich hier ein paar Tipps/Strategien für dich:

  • Im Moment habe ich keine Kapazität/Zeit dafür frei – ansonsten gerne.
  • Du, nicht böse sein, aber das passt mir heute überhaupt nicht. Ich bin mit etwas beschäftigt, dass gerade meine volle Konzentration braucht. Vielleicht das nächste Mal.
  • Tut mir leid, ich muss heute dringend etwas erledigt bekommen, das nicht aufzuschieben ist. Dafür hast du/haben Sie sicher Verständnis.
  • Es freut mich, dass du an mich gedacht hast, aber das passt jetzt leider überhaupt nicht.
  • Ein klares „Nein“ sagen und das Schweigen mit innerlichem Zählen (23, 24, 25 usw.) aushalten. (Vermutlich schaut der Hilfesuchende etwas verdutzt, wenn du ganz klar „Nein“ sagst.) Da gibt es kein Wanken. (Übrigens, diese Strategie ist für die meisten eine der schwierigsten)
  • Ich brauche heute einen Sofaabend, um meinen Akku wieder aufzuladen. Das nächste Mal bin ich gerne wieder dabei.

Überlege dir auch immer: „Wieviel Aufwand benötigt diese Hilfe und möchtest du und kannst du das überhaupt auf dich nehmen?oder wenn es um Verabredungen geht: „Ist es das, was du wirklich tun möchtest? Und höre auf dich – bist du ausgelaugt und brauchst du lieber Ruhe?“

Fatal wird es dann, wenn dir jemand einen Kauf aufschwatzt und du „Ja“ sagst und dann etwas kaufst, obwohl du es gar nicht wolltest. Deshalb überlege dir vorher:

  1. Brauchst du es?
  2. Wenn du es hättest, würde es dir Freude machen? Oder was hast du davon, wenn du dieses Teil kaufst? Wenn es überhaupt nichts bringt, diesen Kauf zu tätigen, dann helfen dir folgende Absagen: 
  • Das Teil ist ja ganz gut, aber Danke ich habe keine Verwendung dafür.
  • Nein danke, ich kann so etwas im Moment nicht gebrauchen.
  • Ich habe andere Finanzielle Prioritäten zu setzen.
  • Dafür habe ich im Moment kein Budget frei.

Wenn dich jemand um Hilfe bittet, erbitte, wenn möglich, Bedenkzeit. Damit du in Ruhe darüber nachdenken kannst, ob du helfen möchtest/kannst oder nicht.

Es ist manchmal nicht so ganz einfach mit dem „Nein sagen“ – vielleicht hast du ja noch ein paar zusätzliche Tipps?

Dann schreibe mir deine Tipps unten im Kommentarfeld. Ich bin gespannt, welche tollen Tipps da noch kommen.

Vielleicht kennst du jemanden, der auch ein paar Tipps zum „Nein sagen“ braucht, dann teile doch einfach diesen Artikel oder leite ihn weiter.

Wusstest du das?

„Wenn du öfter mal „Nein“ sagst, dann sagst du öfter „Ja“ zu dir!“

In diesem Sinne – mach das Beste aus dir.

Herzliche Grüße

Erika

PS: Wie du selbstbewusst „Nein“ zu sagen lernst, dein Selbstbewusstsein sowie Selbstvertrauen enorm steigerst und vieles mehr, kannst du in meinem brandneuen 1:1-Coaching-Programm „Unendlich selbstbewusst“ lernen.

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