Selbstdarstellung: Wie du mehr aus dir herausholen kannst – in 7 Schritten

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Kommt dir das bekannt vor?

Du zeigst so gut wie nichts von dir? Oder nur das Nötigste? Kriegst die Zähne nicht auseinander, wenn du etwas von dir erzählen sollst?

Du staunst, was andere stundenlang über sich selbst erzählen können? Selbst bei einer simplen Vorstellungsrunde gibt es Leute, die stellen sich mindestens 15 bis 20 Minuten lang vor … Du denkst dir: „Oh mein Gott, was sind das nur für Selbstdarsteller?“

Mal abgesehen davon, ob alles relevant ist, was jemand in so viel Zeit von sich berichtet. Leute, die in einer Vorstellungsrunde fast ihr ganzes Leben erzählen, waren dir schon immer suspekt. Und da kommst du mit deinen paar Minütchen … Und selbst diese paar Minütchen sind dir zuwider. Weil du es eben nicht magst, dich selbst darzustellen und schon gar nicht im Mittelpunkt zu stehen.

Klappern gehört zum Handwerk

Bewerbung, Vorstellungsgespräche, Vorstellungsrunden etc. – das alles sind Situationen, in denen du dich darstellen musst.

Und dich selbst be–werben fällt dir besonders schwer. Nach dem Motto: „Klappern gehört zum Handwerk“. Na, das ist schon mal gar nicht dein Ding. Besonders mündlich tust du dich schwer.

Fakt ist, dass es immer wieder Situationen geben wird, in denen du dich selbst darstellen musst.

Nur das Nötigste zeigen? – Was du davon hast

Und wenn du nichts oder nur das Nötigste von dir offenbarst, dann verschenkst du leider auch einige Gelegenheiten auf Erfolg und Anerkennung – gerade im Job. Ein großer Teil deines Potenzials bleibt für immer unter der Oberfläche. Das ist doch schade, oder?

Der Grund dafür ist, dass Introvertierte es oft nicht für notwendig halten, sich mit ihrer Arbeit hervorzutun – deshalb wird sie auch sehr oft nicht gesehen beziehungsweise übersehen. Das bedeutet, dass kaum jemand sieht, was sie eigentlich leisten.

Während ein „Extro“ sich und seine Arbeit oft in den Mittelpunkt stellt und dann noch die besten Chancen/Jobangebote erhält, denkst du dir vielleicht: „Wieso soll ich mich dann noch anstrengen?“

Es ist fast immer das Gleiche: Die Lauten in unserer Welt sahnen ab. Stinkt dir das?

Warum tun sich „Intros“ so schwer sich darzustellen?

  • Weil Introvertierte oft nicht wissen, welche Juwelen sie in sich tragen.
  • Weil sie sich oft mit anderen vergleichen und dann den Eindruck erhalten, die anderen seien besser.
  • Weil sie sich nicht trauen zu zeigen, was sie können.
  • Weil sie lieber im Hintergrund bleiben.
  • Weil es viel Energie kostet und der „Intro“ sehr auf seinen Energiehaushalt achten muss.

Ist deine Verpackung blass?

Es ist so, als wärst du in einem Paket mit einer blassen Verpackung und kaum einer weiß, was so drin steckt. Und dass der Inhalt eines Paketes voller Überraschungen sein kann, haben wir doch schon reichlich erfahren, oder?

Entschuldige den Vergleich mit einem Paket – ich möchte es nur veranschaulichen.

Du möchtest gerne mehr aus dir herausholen und wissen, was dir helfen könnte? 

Hier meine Empfehlung: 

Eine Stärken(–Juwelen)–Liste

Schritt 1

Mach dir erst mal bewusst, dass du im Besitz von Juwelen bist. Doch, na klar hast du welche!!!! SEI DIR DESSEN BEWUSST!!!

Schritt 2

Arbeite an deinen Stärken (= Juwelen) – mach sie dir bewusst. Und das am besten schriftlich, denn was schreibt, das bleibt. Ich empfehle dir, es nicht nur in Gedanken zu machen, da es nicht so effektiv ist. Außerdem vergisst man ja schnell, gelle?

Deshalb nimm dir einen Stift und ein Blatt Papier und los geht´s!

Hier eine Anleitung:

Schreibe auf deine Liste, am besten untereinander:

Schritt 3

Aus– und Weiterbildungen, Studium, Berufserfahrungen, Abschlüsse und Zertifikate

(und vergiss auch nicht das kleinste Seminar, den kleinsten Ferienjob und das Praktikum …)

Schritt 4

Wissen

Welches Wissen hast du dir in welchem Gebieten aufgebaut? Oder welches bringst du mit aus deinen Berufen, Ausbildungen etc.?

Zum Beispiel: Marketing, Hundetraining, Geografie usw. 

Schritt 5

Können

Was kannst du gut? Zum Beispiel: Kochen, Singen, Tanzen, Rechnen, Gärtnern usw. 

Gerne kannst du auch deine Freunde fragen …

Schritt 6

Erfolge

Was hast du Positives erreicht? Auf was bist du stolz?

Zum Beispiel: Krisen überwunden, Schwierigkeiten gemeistert, Projekte abgeschlossen, Weltreise, Erlebnisse etc. 

Schritt 7

Positive Eigenschaften

Was zeichnet dich aus? Zum Beispiel: Du behältst den Überblick im größten Chaos, du erkennst schnell Zusammenhänge, bist offen, tolerant, vertrauensvoll etc. 

Hilfreiche Sätze:

Man schätzt an mir …

Ich werde gelobt für …

Ich gebe zu, das ist ein bisschen Arbeit … Aber wenn du das alles einmal „schwarz auf weiß“ vor dir liegen hast, dann kann das dein Selbstbewusstsein auf einen höheren Level bringen.

Wenn du alles notiert hast – GRATULATION! Dann hast du schon mal eine Grundlage, auf die du bauen kannst. Und vergiss nicht, diese Liste immer auf dem neuesten Stand zu halten. Vielleicht fällt dir auch später noch zusätzlich etwas ein – dann füge es einfach hinzu.

Du kannst die Liste auch als Spickzettel für deine Bewerbungen nutzen. Spätestens dabei musst du dich auch mit Ausbildungen/Studium und Stärken auseinandersetzen.

Eine Frage noch: War dir das alles bewusst? Welche Erkenntnisse hast du durch diese Juwelen-Liste bekommen?

Und jetzt ab in die Schublade? – Von wegen!

Tja, was soll ich sagen, aufschreiben und dann in einer Schublade verschwinden lassen, ist leider nicht effektiv und es wäre wirklich schade, so etwas Wertvolles und nach so viel Mühe wieder zu vergraben. Sicherlich kennst du das Sprichwort „Aus den Augen, aus dem Sinn“? Genauso ist es.

Deshalb empfehle ich dir, mindestens 21 Tage lang täglich die Liste anzuschauen und zu verinnerlichen. Und tue das mit Wertschätzung. Ja, schätze das alles, was du mitbringst. Sei dankbar!

Sich seinen Stärken bewusst zu sein und sich bewusst zu sein, die eine oder andere Stärke noch ausbauen zu können, ist die Grundlage zur authentischen Selbstdarstellung. Ein Fundament, auf das du bauen kannst.

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Herzlichst,

Erika

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