Small Talk ist gar nicht dein Ding? Wie du es lieben lernst – in 5 Schritten

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Als introvertierter Mensch kennst du bestimmt auch das leidige Thema Small Talk!

Schon wenn du weißt, dass du irgendwo hin musst, hast du so ein bestimmtes Grummeln im Bauch …

Kennst du das? Du denkst vorher schon daran und am liebsten möchtest du dich verkriechen oder irgendeine Ausrede erfinden?

Lasst dir gesagt sein, dass du in deinem Leben nicht immer drumherum kommen wirst – manchmal muss es einfach sein, dass du auf irgendwelche Veranstaltungen oder Events gehst.

Sei es beruflich oder privat. Und dann stehst du wieder vor diesem Problem: Small Talk.

Soll ich dir etwas sagen? Ich liebe Small Talk mittlerweile. Es macht mir Spaß.

Aber das war nicht immer so.

Ich habe früher genauso gedacht wie du. Schon allein der Gedanke daran, dass ich auf eine Veranstaltung muss, hat mir die Lust daran geraubt.

Die Veranstaltung selbst hätte mich interessiert, aber allein der Gedanke, dass ich vielleicht nur dumm herumstehe und mit niemandem spreche, geschweige denn, wenn ich mir vorgestellt habe, dass ich dann eben Small Talk machen soll … Und was war das Ende vom Lied? Ich hatte es mir vorher schon mies gedacht, bevor ich überhaupt dort war! Und dann habe ich mir Gedanken darüber gemacht, ob ich mich irgendwie davor drücken könnte.

Ziemlich doof, oder? Kommt dir das bekannt vor?

Und wenn es sich um eine berufliche Veranstaltung handelte – boah, noch schlimmer, da es ja ein „Muss“ war. Und von mir erwartet wurde, dass ich auf die Leute zugehe.

Was habe ich gemacht? Irgendwann merkte ich, dass wenn ich die Leute „trotzdem“ angesprochen habe, wie sich ihre Gesichter erhellten und sie froh waren, dass jemand den ersten Schritt machte. Weil es nämlich ganz vielen Leuten so geht!

Viele Leute kennen auf Veranstaltungen auch niemand anderes, und wenn du dann der Erste bist, der jemanden anspricht, dann nimmst du anderen das Problem ab. Und bitte, wer ist nicht froh darüber, wenn er ein Problem abgenommen bekommt?

Überleg mal, wie war es bei dir, als dich jemand auf einer Veranstaltung angesprochen hat? Warst du nicht froh darüber, dass es dir jemand abgenommen hat?

Doch es war auch für mich nicht einfach, mich aus meiner Komfortzone heraus zu bewegen … Ich sprang über meinen Schatten und tat es einfach. Und das Schönste daran war: Ich bekam positive Resonanz. Es entwickelten sich sehr oft schöne, positive Gespräche oder sogar Freundschaften.

Je öfter ich es tat, desto routinierter wurde ich. Und umso mehr positive Erfahrungen machte ich.

Ja gut, es gab natürlich auch unangenehme Gesprächspartner und da war ich froh, wenn es zu Ende war.

Alles in allem waren meine Erfahrungen aber zu 95 % positiv. Und das ist doch schon mal was, auf das man bauen kann, oder?

Ich weiß, du liebst sicher mehr die tiefgründigen Gespräche. Aber was soll ich sagen? – Auch diese beginnen erst mal mit einem Small Talk. Meistens jedenfalls. Alles hat seinen Anfang. Selten entwickelt sich etwas von null auf hundert.

Hast du nicht den Wunsch, es wäre anders? Du könntest problemlos auf andere Menschen zugehen?

Was habe ich nun gemacht, dass es für mich kein Problem mehr ist?

Ich habe mir Gedanken gemacht:

Was kann ich ändern, damit es mir angenehmer wird? Denn die Situationen kommen doch immer und immer wieder. Willst du dich jedes Mal davor drücken? Das wird ein paarmal funktionieren, aber auf Dauer? Ich glaube nicht.

Aus dem Druck: „Ich muss Small Talk machen“ wurde: „Ich habe die Chance, neue Leute kennenzulernen“.

Ich habe meine Einstellung geändert:

Aus „Müssen“ und „Sollen“ wurde eine offene und neugierige Haltung.

Und ja, ich musste ganz schön aus meiner Komfortzone heraus – aber es hat sich gelohnt!

Und was kann man tun, wenn sich ein unangenehmes Gespräch entwickelt oder wenn der Gesprächspartner einfach nicht dein Fall ist?

Meine Empfehlung für eine solche Situation:

Das Gespräch in irgendeiner Form unterbrechen: zur Toilette gehen, Zigaretten holen, Luft schnappen, was auch immer. Aber nix wie weg.

Ein unangenehmes Gespräch kostet sehr viel Energie und du als introvertierter Mensch solltest auf deinen Energiehaushalt besonders gut achten. Sonst bleibt dir am Ende keine Energie mehr für andere interessantere Gespräche.

Was kannst du nun tun, wenn es sich nicht vermeiden lässt, auf eine Veranstaltung zu gehen?

  1. Schritt

Selbstakzeptanz: Auch wenn ich keinen Small Talk mag, bin ich trotzdem o. k. 

Sage es dir öfters laut vor und wiederhole es auch in deinen Gedanken.

2. Schritt

Hör auf, es dir vorher schon mit deinen Gedanken zu vermiesen, wie z. B.: „Jetzt muss ich da wieder hin und stehe dann nur dumm rum …“ „Was soll ich da? Ich kenne keine Sau …“ „Was soll ich reden?“ etc. Sobald diese Gedankenspirale einsetzt: Halte sie an mit einem großen, lauten STOPP!

3. Schritt

Ich plädiere für Einstellungsänderung – betrachte jede Veranstaltung als eine Eintrittskarte, einen Türöffner, eine Chance, nette Leute kennenzulernen, interessante Informationen zu erhalten etc. Kannst du dir vorstellen, es so zu sehen? Auch wenn es nicht einfach ist? – Und das ist es am Anfang wirklich nicht.

4. Schritt:

Ändere deine Haltung in: „Ich bin offen und neugierig gegenüber anderen Menschen“. Schau deinen Gesprächspartner oder denjenigen, der es werden könnte, mit einer offenen, neugierigen Haltung an: „Den oder die würde ich gerne kennenlernen – diese Person macht mich neugierig.“

5. Schritt:

Geh auf die Person mit deiner neuen Haltung zu. Auch wenn du anfängst, dich unwohl zu fühlen, tue es trotzdem und sage dir innerlich: „Ich schaffe das!“ Und falls negative Gedanken auftauchen, STOPP sie einfach.

Probiere es einfach aus.

Ich wünsche dir viel Spaß dabei – schreib mir doch einfach unter diesem Artikel einen Kommentar, wie es bei dir geklappt hat.

Gerne kannst du diese Tipps auch an jemand weiterleiten, der/die auch mit diesem Thema zu tun hat.

Herzlichst,

Erika

P. S. Wenn du mehr Tipps, Tricks und Inspirationen möchtest, dann trag dich doch in meinen Newsletter unter diesem Artikel ein. Und wenn du dir Unterstützung dabei wünschst, wie du mit neuem Selbstbewusstsein durchstartest, dann melde dich heute noch zu einem kostenlosen Kennenlerngespräch unter info@Erika-Balogh.de an.

 

 

3 Comments. Leave new

Liebe Erika,
Danke für deine wertvollen small-talk Tipps!
Geb ich gern weiter und teile deinen Blog auf meiner Seite.
Doris Mauser

Antworten

Sehr gut, sehe ich ganz genauso! Ich hab meine Haltung gegenüber Smalltalk auch verändert und heute liebe ich es. Auf Herausforderungen wie diese freue ich mich sogar. Es sind Erfahrungen und Erlebnisse, die das Leben bereichern (können) – man muss nur das entsprechende Selbstbewusstsein, Selbvertrauen und die richtige Einstellung entwickelt haben, dann machen solche Herausforderungen Spaß 😉
Vielen Dank für den Artikel und liebe Grüße,
Heidi

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Erika Balogh
18. Juni 2017 8:28

Liebe Heidi, genau so ist es. Mit Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen und die richtige Haltung kann Small Talk richtig Spaß machen.

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