Wie du dich selbst mehr annehmen kannst – 3 Tipps

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Akzeptierst du dich schon oder verleugnest du dich noch?

Entschuldige die Frage, aber akzeptierst du dich so wie du bist? Ja?

Also, mit deinem Aussehen, was du tust, fühlst, was du sagst, mit all deinen Fehlern und wer du bist und wo du herkommst?

J … n… jein?

Ich gebe zu, das ist auch nicht so ganz einfach – denn wir sind ja der Erziehung, naja, ich will nicht sagen, zum Opfer gefallen, aber sie hat uns schon gezeigt, was und wer „richtig“ ist – natürlich aus Sicht der Erzieher, Lehrer, Eltern, Großeltern und Co. und wer da noch so alles mitgewirkt hat.

Und ob das alles so richtig war? … Hmmm … Fakt ist, sie haben es nur gut gemeint. Meistens jedenfalls!

Denn aus dir sollte ja ein gesellschaftsfähiges Menschlein werden. Du solltest so werden beziehungsweise so sein, wie die Mehrheit – und so wie die Mehrheit der Menschheit ist, so ist es „richtig“.

Und wenn du nicht so und so bist und nicht das und jenes so machst, dann bist du nicht „richtig“.

Wie soll man sich denn da bitteschön noch selbst annehmen? 

Kommen dir diese Aussagen bekannt vor?

„Das kannst du doch so nicht machen …“

„Das hättest du aber besser machen können!“

„Spiel mit den anderen.“

„Geh doch mehr aus dir raus.“

„Nur, wenn du brav bist, haben wir dich lieb.“

„Sag doch mal was!“

„Guck mal, wie gut XY das alles kann – und du?“

„Benimm dich anständig!“

etc.

Und da dir solche Sätze vermutlich öfters gesagt wurden, ist das alles natürlich in dein Gehirn eingebrannt.

Introvertierte Menschen haben sowieso schon sehr oft das Gefühl, mit ihnen stimme etwas nicht. Mit diesen Aussagen beziehungsweise Programmierungen durch Vorbilder (Eltern und Co.) wird es noch schwerer, sich selbst anzunehmen.

Was du nach solchen Programmierungen selbst von dir denkst, wird zu

Kernüberzeugungen und Glaubenssätzen!

Daraus werden Überzeugungen wie zum Beispiel:

„Ich mache alles falsch.“

„Ich bin nicht gut genug.“

„Ich bin nichts wert.“

„Die anderen sind besser.“

„Ich bin anders und das ist falsch.“

Um nur einen kleinen Teil von diesen Überzeugungen zu erwähnen …

Und was dann passiert, sieht ungefähr so aus:

Wenn du einen Fehler gemacht hast,

dann beschimpfst du dich innerlich vom Feinsten und verurteilst dich selbst. Du putzt dich runter, der Tag ist vermutlich gelaufen und sogar nachts geht‘s noch weiter: der Never-ending-Dialog.

Eine Frage:

Würdest du das mit einem Freund machen? Nein? Warum tust du es dann mit dir? Wenn du einen Fehler gemacht hast, heißt es noch lange nicht, dass du alles falsch machst.

Tipp Nr. 1

Bewusst machen: Ja, ich habe diesen Fehler gemacht. Und Menschen machen nun mal Fehler – das dürfen sie auch, sonst wären sie keine Menschen.

Dich selbst damit annehmen: Auch wenn ich diesen Fehler gemacht habe, bin ich trotzdem o. k.

Wenn du es schriftlich tust, hat es eine bessere Wirkung.

Kritik – wie reagierst du darauf?

Oh mein Gott … Wenn dich jemand kritisiert, wirft dich das aus der Bahn? Ja? HALT! Wer wird denn gleich in die Luft gehen?

In dem Moment, wo du das Gefühl hast, du wirst gerade aus der Bahn geworfen, befindest du dich nicht mehr in einem Zustand mit vollem Zugriff auf deine Ressourcen.

D. h., möglicherweise handelst du nicht so, wie du gern handeln würdest, weil in so einem Moment dein Gehirn nicht effektiv funktionieren kann. Wahrscheinlich merkst du auch, wie deine Atmung flach wird. Das sind die Momente, wo der Stress losgeht.

Tipp Nr. 2

Abstand gewinnen: Sag dir innerlich STOPP und stelle es dir riesengroß vor – atme tief ein und aus.

Dann frag dich kurz: „Wer ist das, der diese Kritik ausspricht? Ist da etwas dran an der Kritik? Stimmt sie?“

Sieh Kritik nicht gleich als Angriff – vielleicht bietet sie ja eine Möglichkeit, etwas zum Positiven zu verändern?

Und wie ist es mit dem Gegenteil von Kritik – Lob und Kompliment?

Du bekommst ein Kompliment und kannst dich nicht darüber freuen? Oder fühlst dich gar unangenehm berührt? Wenn du Lob und Komplimente gut annehmen kannst, dann ist das schon ein positiver Schritt in Richtung Selbstannahme.

Wenn nicht, dann wäre es von Vorteil, es zu ändern.

Deshalb hier

Tipp Nr. 3

Fang doch gleich mit den Komplimenten bei dir selbst an:

Am besten bei den Dingen, die du kannst und von denen du meinst, sie wären nichts Besonderes. Dann frage dich, wer in deinem Netzwerk das auch so gut kann wie du? Und wer kann es gar nicht?

Lobe dich zum Beispiel: Fürs Kochen, Handwerkeln, Ordnung halten, für deine Buchhaltung, die du immer ordentlich machst. Dafür, wie gut du kritische Situationen in den Griff bekommst, für deinen super Kaffee usw. Egal, was es ist, lobe dich 3 x täglich und klopfe dir auf die Schulter, auch wenn du dir dabei doof vorkommst, tue es trotzdem und zwar mit einer wertschätzenden Haltung!

Und wenn du ein Kompliment bekommen hast, nimm es auch wertschätzend und dankend an.

Hier noch mal zusammengefasst:

Tipp Nr. 1 – Verurteile dich nicht, wenn du einen Fehler gemacht hast.

Tipp Nr. 2 – Nimm Kritik souverän an.

Tipp Nr. 3 – Lobe dich selbst mindestens 3 x täglich mit einer wertschätzenden Haltung.

Mit diesen 3 Tipps hast du schon viel für deine Selbstakzeptanz getan.

Ich wünsche dir viel Spaß und viel Erfolg dabei.

Ich bin gespannt auf Feedback und Erfahrungen zu diesem Artikel. Hinterlasse doch einfach einen Kommentar unter dem Artikel.

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Herzlichst,

Erika

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2 Comments. Leave new

Liebe Erika,
dein Artikel trifft es sehr gut und hat viel Wahrheitsgehalt – in jeglicher Hinsicht! Ich glaube, viele Menschen verstecken sich, sind zu überkritisch mit sich selbst, fühlen sich wertlos und ungenügend um dieses oder jenes zu erreichen, aber das alles ist pure Selbstsabotage! Die eigene Selbst-Akzeptanz und Selbstliebe hilft zu einem liebevollen Umgang mit sich und um das eigene innere Licht und Potential zu entfachen. Es braucht ein wenig Übung um da hin zugelangen, aber ist man an dem Punkt, kann man alles erreichen und ist im Fluß des Lebens.
Die Tipps sind sehr hilfreich auf dem Weg da hin.
Vielen Dank.
Alles Liebe
Heidi

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Erika Balogh
18. Juni 2017 8:14

Ja, liebe Heidi, auf dem Weg zur Selbstakzeptanz ist einer der 1. Schritte ein liebevoller Umgang mit sich selbst. Es ist ein nicht ganz einfacher Weg, aber wer sich dafür entscheidet und den Weg geht, wird belohnet. Sonnige Grüße Erika

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